Chronik des Wiederansiedlungsprojektes (1982-2008) - Kurzfassung

1979 - Der erfolgreiche Protest des ASV "Forelle" gegen die Ausbaupläne für die obere Wümme bildet die Initialzündung für das Wiederansiedlungsprojekt.

1981/82 - Start des Wiederansiedlungsprojektes durch den ASV Forelle Lauenbrück - Der 1. Vorsitzende Wolfgang Prien ist Initiator, Gründungsvater und treibende Kraft.

1982 - Im Frühjahr werden erste Meerforellenbrütlinge in Fintau, Wümme und Rehrbach ausgesetzt.

1984 - Die ersten Meerforellen kehren zum Laichen in die Fintau zurück !

ab 1985 - Die ersten Kieslaichplätze werden in Wümme, Rehrbach und Fintau angelegt.

1986 - Der ASV Forelle gewinnt mit dem Meerforellenprojekt den Umweltpreis des BLINKER.

1987 - Bau der Meerforellenbrutanlage am Schmiedeberg in Lauenbrück

ab 1988 - Aus unerklärlichen Gründen sinkt für einige Jahre die Zahl der Meerforellen- Rückkehrer.

1988 - 1994 - Mehrere starke Gewässerverunreinigungen führen zu massiven Fischsterben in Fintau + Ruschwede und gefährden den Fortbestand des Projektes.

1995 - Jens Engelken übernimmt die Projektleitung von Wolfgang Prien.

ab 1997 - Der ASV Fintel beteiligt sich am Meerforellenprojekt.

um 1998 - Die Wasserkraftanlage Eggersmühlen in der Fintau wird reaktiviert - Der Schwallbetrieb führt zur enormen Versandung des Baches und der natürlichen Kiesbetten auf mehreren Kilometern Länge.

1999 - Der Lachsbesatz wird nach enttäuschenden Ergebnissen der Vorjahre wieder aufgenommen.

1999 - Auf Anregung des ASV "Forelle" Lauenbrück wird das Fintauwehr in Lauenbrück zu einer Sohlgleite umgebaut, so dass der über Jahrhunderte versperrte Weg von der Wümme wieder frei ist!

2000 - Die Brutanlage wird technisch erneuert und hat nun eine Kapazität von 300.000 Eiern.

2000/2001 - Im Winter kehren die ersten Lachse zum Laichen in die Fintau und Ruschwede zurück.

ab 2000 - Die Rückkehrerzahlen bei der Meerforelle steigen in den Folgejahren kontinuierlich an und erreichen 2007/2008 ihren bisherigen Höchststand.

2001 - Der Angelverein Westervesede (damals Fischereigemeinschaft Westervesede) beteiligt sich am dem vereinsübergreifenden Projekt.

ab 2002 - Die Anlage von Kieslaichplätzen in Fintau und Ruschwede wird in den Folgejahren forciert.

2003 - Wegen der anhaltendenTrockenheit im Sommer/Herbst fällt der Meerforellenauftsieg auf ein historisches Tief: Die Fische können die Wehre in der Wümme nicht überwinden. Im selben Jahr wird zu unserem Bedauern die Wasserkraftanlage in Scheeßel wieder reaktiviert.

2005 - Unser Projekt gewinnt den Naturschutzpreis MUNA der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und des ZDF.

ab 2005 - Im Zuge der Wasserrahmenrichtlinie werden auch im Wümmegebiet wasserbehördliche Planungen und Weichenstellungen für naturnähere Bäche gelegt. Unsere Vereine werden im Modellprojekt Wümme an zahlreichen Planungen beteiligt.

2005-2008 - Das Fernsehen (ZDF / NDR) sowie die Fachpresse (BLINKER, FLIEGENFISCHEN, FISCHWAID) und regionale Presse berichten sehr ausführlich über unser Projekt.

2006 - Der 3. Band der Naturkundlichen Schriften der Stiftung Naturschutz im Landkreis Rotenburg (Wümme) widmet sich unserem Meerforellenprojekt.

2007 - Der Meerforellenaufstieg ist so groß wie nie - 215 adulte Tiere können im Herbst beim E-Fischen gefangen werden.  260.000 Eier werden erbrütet - ebenfalls ein Rekordergebnis !

2008 - Auf unseren Vorschlag wird der Fintaualtarm in Lauenbrück wieder angeschlossen und naturnah gestaltet und mit Kiesbetten versehen.

2008 - 2011 - Durch Einwerbung umfangreicher Fördermittel verstärken wir unsere Aktivitäten im Bereich Gewässerrenaturierung, Umweltbildung sowie Presse-/Öffentlichkeitsarbeit ("Projektteams vor Ort")

Winter 2010/2011 - erstmals verzichten wir diese Saison auf Fang von Elterntieren, Erbrütung und Besatzmaßnahmen, um zu erproben, wie hoch die natürliche Reproduktion der Meerforellen auf unseren Kiesbetten inzwischen ist.

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Eine ausführliche Chronik des Wiederansiedlungsprojektes finden Sie hier.

Presseartikel zum Wiederansieldungsprojekt finden Sie hier.