Bäche des oberen Wümmegebietes

Das obere Wümmegebiet ist aufgrund seiner naturräumlichen Ausstattung und des Wasser-reichtums von einer Vielzahl natürlicher und künstlich angelegter Fließgewässer durchzogen. Besonders die Eiszeiten und die Nacheiszeit sind & waren für die Ausprägung unserer Gewässer von entscheidender Bedeutung. Erst seit dem 19. Jahrhundert überprägt der Mensch zunehmend die Gestalt unserer Bäche.
Nach dem Abschmelzen der Gletscher vor etwa 10.000 Jahren hat sich vor den zurückweichenden Eismassen eine flache Sanderfläche, der Wümmesander, ausgebildet, der wiederum von zahlreichen älteren Grund-/Endmoränenrücken durchschnitten wird. In dieser Zeit bildeten sich fast alle Bäche unseres Gebietes. Bis ins 20. Jahrhundert bestimmten große Hochmoore, Bruchwälder, wenige Grünlandflächen sowie mehr oder weniger feuchte bis nasse Heideflächen das Einzugsgebiet der oberen Wümme. Eine ausgeprägt mäandrierende Linienführung, totholzreiche & auf großen Strecken kiesige Gewässersohlen und Erlenbruchwälder in den Talauen waren typisch für unsere Bäche.
Ab den Verkopplungen des 19. Jahrhunderts setzten umfangreiche Kultivierungs- und Meliorationsmaßnahmen ein, in deren Folge viele Bäche auf großer Strecke ausgebaut und begradigt wurden. Außerdem führten unzählige neue Gräben, wie z. B. der Bartelsdorfer Kanal, zu einer fast flächendeckenden Entwässerung der Landschaft. Die Neuregelung der wasser-wirtschaftlichen Verhältnisse war zum einen Grundlage für die landwirtschaftliiche Entwicklung unseres Gebietes, hat andererseits aber auch zu erheblichen gewässerökologischen Problemen und zum Rückgang zahlreicher Fischarten geführt.
Die Wümme als namensgebendes Hauptgewässer entspringt am Fuß des Wilseder Berges bei Niederhaverbeck und nimmt in ihrem Verlauf bis Scheeßel zahlreiche Zuflüsse auf, von denen die Fintau / Ruschwede und die Veerse die größten Nebenbäche sind.
Fließgewässer im oberen Wümmegebiet (nur Gewässer II. Ordnung)
Die Fließgewässer II. Ordnung (siehe Karte oben) im Gebiet des Unterhaltungsverbandes Obere Wümme (Quelle bis etwa Wohlsdorf) umfassen bei einem Einzugsgebiet von etwa 44.500 ha (445 km²) eine Länge von 321 Kilometern.
Einzugsgebiet der Wümme mit Höhenlagen (Quelle: Leichtweiss-Institut, Uni Braunschweig)
Von den Angelvereinen Lauenbrück, Fintel und Westervesede werden die Wümme bei Lauenbrück, die Fintau bei Lauenbrück und Fintel, die Ruschwede bei Fintel, der Unterlauf des Rehrbaches sowie die Veerse und der Lünzener Bruchbach bei Westervesede als Pachtgewässer betreut.
Eine Zusammenstellung von Angelvereinen im gesamten Wümmegebiet finden Sie hier.